Sekundarstufe I

Die Sekundarstufe bereitet die Schüler*innen von Klasse 5 bis 10 auf ein selbstständiges Leben vor. Im Anschluss kann eine weiterführende Schule besucht werden oder es beginnt der Einstieg ins Berufsleben.

Ein Klassenraum mit Smartboard. Neben dem Pult steht ein Skelett.

Die Sekundarstufe I

In der Sekundarstufe I werden die Schüler*innen in den Bildungsgängen "Hauptschule", "Lernen" und "Geistige Entwicklung" unterrichtet – je nachdem, welche individuellen Lernvoraussetzungen sie mitbringen.

Unser Ziel ist es, die Schüler*innen zu einem eigenverantwortlichen und selbstständigen Leben und Handeln zu befähigen. Sie sollen auf das Berufsleben oder den Besuch einer weiterführenden Schule bestmöglich vorbereitet werden.

Organisation und Struktur der Stufe

In den Klassen 5 bis 10 werden die Schüler*innen je nach individueller Voraussetzung in verschiedenen Bildungsgängen unterrichtet:

  • Bildungsgang "Hauptschule"

  • Bildungsgang "Lernen"

  • Bildungsgang "Geistige Entwicklung“

Je nach Anzahl der Schüler*innen gibt es ein oder zwei Klassen pro Jahrgangsstufe. Bei der Bildung von Parallelklassen werden die Gruppen entweder nach ihrer vorrangigen Kommunikationsform (Lautsprache oder Deutsche Gebärdensprache) oder dem Lern- und Leistungsvermögen der Schüler*innen eingeteilt.

Die Klassen bestehen in der Regel aus acht bis 13 Schüler*innen.

Unterrichtssprache

Je nach Klassenzusammensetzung und Bedürfnissen der Schüler*innen wird der Unterricht mit unterschiedlichen Kommunikationsmitteln durchgeführt: in manchen Klassen vorwiegend lautsprachlich, in anderen Klassen bimodal / bilingual (BiBi). Dabei werden lautsprachunterstützende oder -begleitende Gebärden (LUG / LBG) und die Deutsche Gebärdensprache (DGS) verwendet.

Alle Klassen erhalten Unterricht im Fach „Deutsche Gebärdensprache".

Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ist fester Bestandteil des Stundenplans. In kleinen Lerngruppen werden Schüler*innen mit Migrationshintergrund oder aus Krisengebieten außerhalb des regulären Deutschunterrichts individuell gefördert. In den weiteren Fächern nehmen sie am Unterricht ihrer Klasse teil. So fördern wir die Integration in den Schulalltag.

Erprobungsstufe (Klasse 5 und 6)

Die 5. und 6. Klassen der Sekundarstufe I bilden die sogenannte Erprobungsstufe und somit eine besondere pädagogische Einheit. Die Kinder werden behutsam an die Anforderungen der Sekundarstufe herangeführt. Die Schüler*innen gehen ohne Versetzungsentscheidung von der 5. in die 6. Klasse über. Am Ende der Erprobungsstufe entscheidet die Versetzungskonferenz über den Verbleib im Bildungsgang und die Versetzung in die Klasse 7.

Schwerpunkte:

  • Orientierung in neuen Lernformen

  • Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung

  • individuelle Förderung nach Hör- und Sprachbedarf

  • regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern

Klassen 7 bis 10

Ab Klasse 7 rückt die Berufsorientierung stärker in den Fokus.

Angebote und Schwerpunkte:

  • praktische Lernfelder und Lebenspraxisorientierung

  • Projektunterricht, Werkstattarbeit und Hauswirtschaft

  • Praxistage und Praktika in Betrieben

  • Bewerbungstraining und Berufsberatung

  • Kooperationen mit Berufskollegs und Betrieben

Wahlpflichtunterricht

In den Klassen 7 und 8 sowie in Klasse 10 nehmen die Jugendlichen am Wahlpflichtunterricht teil. Sie können hier jedes Jahr aus unterschiedlichen Kursen entsprechend ihrer Interessen und Neigungen wählen. Schwerpunktmäßig gibt es Kurse aus den Bereichen „Arbeitslehre und Wirtschaft“ und „Kunst und Musik“, beispielsweise Gebärdenkunst, Streitschlichtung, Musik & Bühnentechnik, Hauswirtschaft, Informatik oder Technik.

Die Klassen 9 haben zur gleichen Zeit Unterricht in Rechtskunde. Hier erhalten die Lehrer*innen Unterstützung durch einen erfahrenen Anwalt.

Arbeitsgemeinschaften (AGs)

An der LVR-Johann-Joseph-Gronewald-Schule bieten wir wechselnde, jahrgangsübergreifende AGs an, an denen die Schüler*innen bei Interesse teilnehmen können. Zurzeit stehen folgende AGs zur Auswahl:

Schulsanitäter-AG

Der Kurs für Schulsanitäter*innen findet einmal pro Woche in der 7./8. Stunde statt. Nach einer einjährigen Schulung legen die Jugendlichen die Prüfung zur Ersten Hilfe ab. Die Prüfung ist zwei Jahre gültig und kann zum Beispiel für den Führerschein genutzt werden.

Falls sich jemand in den Pausen und im Unterricht verletzt, stehen die ausgebildeten Sanitäter zur medizinischen Versorgung bereit und schätzen ein, ob weitere Unterstützung nötig ist.

Theater-AG

Die Theater-AG wird von einer erfahrenen Regisseurin geleitet, die von einer ausgebildeten Schauspielerin und einer Lehrerin unserer Schule unterstützt wird. Seit 2015 wurden bereits zahlreiche Stücke mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht. Die Aufführungen sind stark visuell ausgerichtet und werden in Gebärdensprache präsentiert.

Die Teilnehmenden der AG nehmen auch regelmäßig an Austauschen mit Theatergruppen anderer Schulen teil und besuchen Theaterfestivals.

Die Proben finden einmal wöchentlich in der 7. und 8. Stunde statt.

Schulband-AG

Die Schulband-AG ist offen für alle, die Interesse an Musik haben, egal, ob sie schon ein Instrument spielen oder nicht. Im Rahmen der AG kann man Schlagzeug, Keyboard, E-Gitarre oder E-Bass spielen lernen.

Pro Schuljahr erarbeiten wir uns 1 bis 2 Songs, die wir im Rahmen von Feierlichkeiten der Schule präsentieren.

Die Proben finden einmal wöchentlich in der 7. und 8. Stunde statt.

Die Schülervertretung (SV)

Die Schülervertretung (SV) besteht aus den Klassensprecher*innen aller Klassen der Sekundarstufe I. Die Gruppe wählt jedes Jahr eine*n Schülersprecher*in und eine Vertretung. Die SV bespricht mit den Lehrkräften unter anderem Wünsche und Projekte. Dazu wählt die SV zwei Verbindungslehrer*innen.

Hauptaufgaben

  • Die SV bringt Wünsche und Vorschläge in Konferenzen zur Sprache.

  • Die SV ist an der Planung von Schulveranstaltungen beteiligt, zum Beispiel Projektwochen und Schulfeste.

  • In Schulkonferenzen entscheidet der*die Schülersprecher*in mit über Regeln und das Schulprogramm. Auf diese Weise wird das soziale Miteinander gefördert.

  • Die SV steht bei Problemen den Schüler*innen zur Seite und hilft bei Konflikten mit Lehrkräften.

  • Die SV verbessert die Kommunikation zwischen Schüler*innen, Lehrkräften und Schulleitung.